21. Dezember – 4. März 2018

 

Networking the Unseen

 

Eröffnung: Mittwoch, 20. Dezember, 19 Uhr

 

 


Networking the Unseen bringt zeitgenössische Kunstwerke indigener und australischer Künstlerinnen und Künstler zusammen mit Werken der Gegenwartskunst, die auf einem westlich tradierten Kunstbegriff basieren. Vor dem Hintergrund einer Digitalisierung und Netzwerk-Technologien angestoßenen radikalen und umfassend gesellschaftlichen Verwandlung präsentiert die Ausstellung Werke von Künstlern, die die Auswirkungen der fortschreitenden Technologie auf Gesellschaft, Natur, Kunst und Selbstverständnis von Individuen kritisch fokussieren. 

 

 


Networking the Unseen bietet aus dem Blickwinkel digitaler und medienbasierter Kunst extrem breite Perspektiven auf Fragen, denen sich derzeit weltweit Communities zu stellen haben. Das Projekt schlägt Strategien einer Umorientierung unserer Beziehung zur technologischen Entwicklung und dem damit einhergehenden Kulturwandel vor.



15. November – 26. November 2017

 

GröKaZs

 

Arbeiten der Meisterschüler*innen des Weißenhof-Programms der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart


Eröffnung: Dienstag, 14. November, 19 Uhr

 

 


Vom 15. bis 26. November 2017 präsentieren in der Esslinger Villa Merkel die Meisterschüler*innen des Weißenhof-Programms der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart (Jahrgang 2016/17) ihre neusten Arbeiten und Projekte, die während des postgradualen Studiengangs entstanden sind. Die Präsentation trägt den Titel "GröKaZs" und wird am Dienstag, 14. November 2017, 19 Uhr, von Holger Bunk, Professor für Malerei und Vorsitzender des Programmausschusses an der Akademie, und Andreas Baur, Leiter der Villa Merkel, Galerie der Stadt Esslingen, feierlich eröffnet. Gala Adam, Lilith Becker, Márton Dés und Charlie Stein, die Absolventinnen und Absolventen, überschreiben die Präsentation ihrer jüngst entstanden Arbeiten mit dem selbstgewählten Titel "GröKaZs", der für die "größten Künstler*innenaller Zeiten" steht.


Das augenzwinkernde Akronym "GröKaZs" steht für eine ironische Überzeichnung einer Erzählung vom Größten und Besten aller Zeiten. So zeigen die vier "größten Künstler*innen aller Zeiten" in der Villa Merkel den Besucherinnen und Besuchern nichts weniger als die "größten Kunstwerke aller Zeiten" und hinterfragen damit provokativ, inwieweit sich Vorstellungen und Hoffnungen dieser Art in den Kunst- und Kulturinstitutionen bereits etabliert haben oder ob nicht die Versprechungen des Marktes und der Institutionen als Irrlichter ein Stück weit auch auf Abwege zu führen drohen.



18. Juni – 27. August 2017

 

JAK: SOUL BLINDNESS

fall into indescribable scenes

 

Eröffnung: Sonntag, 18. Juni, 11 Uhr

 

 

 

 


JAK ist anonym. JAK zeigt einzig seine künstlerische Arbeit. Dennoch, JAK ist während der vergangenen Jahre in vielfältiger Weise in Erscheinung getreten – etwa als Künstler, als Romanfigur, als Psychotherapeut, als Religionsforscher, und JAK legt derzeit seinen Schwerpunkt auf die Arbeit am Film SOUL BLINDNESS, der der Ausstellung in der Villa Merkel den Titel leiht. JAK ist also auch Regisseur und Drehbuchautor. JAKs künstlerische Arbeit entwickelt sich hochkomplex und folgt einer überaus präzisen, konzeptuellen Prägnanz.


Seit 2013 arbeitet JAK an dem Film. Sein Entstehungsprozess gleicht nicht dem eines gewohnten Filmdrehs. Durch eine fortlaufende Ausstellungstätigkeit schreibt JAK die Geschichte des Drehbuchs Schritt für Schritt über die unterschiedlichsten medialen Zugriffe, etwa durch Zeichnung, Text, Sound, Skulptur, Malerei, Fotografie, Installation, weiter. Dabei dreht sich alles um das Phänomen der psychologischen Anomalie der Agnosie – die Seelenblindheit. Handlungen aus dem Drehbuch zu SOUL BLINDNESS transformieren und konkretisieren sich in der Ausstellung zu Bühnen- und Szenenbildern, die dazu einladen, in die Bild gewordene Gedankenwelt von JAK einzutauchen.



08. Juli – 27. August 2017

 

Near Silbury Hill

 

Bildkästen von Siegfried Zwicker und weitere Arbeiten aus der Graphischen Sammlung der Stadt Esslingen

präsentiert im Bahnwärterhaus

 

Eröffnung: Freitag, 07. Juli, 19 Uhr

 

 


Die Galerien der Stadt Esslingen präsentieren im Bahnwärterhaus vom 08.07- bis 27.08.2017 Neuankäufe und Schenkungen der letzten Jahre aus der Graphischen Sammlung. Bildkästen von Siegfried Zwicker stehen im Zentrum der Präsentation und treten in Diskurs mit Arbeiten


von Jean Arp, Pierre Bonnard, Ida Kerkovius, Ernst Ludwig Kirchner, Henry Moore und anderen sowie aktuellen Positionen der internationalen Gegenwartskunst wie Willie Doherty und Anike Joyce Sadiq.

 



19. März – 28. Mai 2017

 

Allan Kaprow – Malerei 1946-1957, eine Werkschau

 

Eröffnung: Sonntag, 19. März, 11 Uhr

 

 

 

 


Allan Kaprow (23. August 1927 – 5. April 2006) genießt Weltruhm vor allem als Aktionskünstler. Nicht allein, dass auf ihn der Begriff des Happenings zurückzuführen ist – er prägt diese Kunstform Ende der 1950er Jahre in New York. Zudem gelten seine Happenings und Environments – riesige, wandelbare Installationen etwa aus Autoreifen, Fässern oder Eisblöcken – als Marksteine in der jüngeren Kunstgeschichte. Diese Dimensionen hat etwa im Jahr 2006 die Ausstellung Kunst als Leben unter anderem im Haus der Kunst in München in besonderer Weise gewürdigt. Doch Allan Kaprow beginnt als Maler, nicht zuletzt während seines Studiums bei Hans Hofmann. Er studiert zudem beim Kunsthistoriker Meyer Shapiro und beim Komponisten John Cage und zeigt sich früh der Theorie und künstlerischen Grenzgängen gegenüber offen. Es sind Zeiten, in denen die Repertoires künstlerischer Materialen ausgeweitet werden – in der bildenden Kunst kommen Materialien aus der Industrie und dem Alltag zum Zuge, Stille und Geräusch erweitern das musikalische Material, alltägliche menschliche Handlungen fließen in Choreografie und Tanz ein.


Die Ausstellung in der Esslinger Villa Merkel widmet sich erstmals ausschließlich dem zwischen 1946 und 1957 entstandenen, malerischen Frühwerk im Oeuvre des Künstlers. Es macht Orientierungen und das Abarbeiten des jungen Künstlers an Vorbildern augenscheinlich nachvollziehbar, gleichermaßen sein Interesse an Fragen des Raums – befeuert durch das vorbildhafte „Push and Pull" eines Hans Hofmann – wie sein Bestreben, die Leistungen eines Jackson Pollock und eines John Cage in eine Beziehung zu bringen und zu verschmelzen. Vor diesem Hintergrund entstehen ab Mitte der 1950er Jahre die von ihm Actioncollagen genannten Arbeiten, in die er nach und nach Alltagsmaterialien und -gegenstände mit einbezieht.



19. März – 28. Mai 2017

 

Stories in Your Mind

 

Eröffnung: Sonntag, 19. März, 11 Uhr

 

 

 


Die Ausstellung Stories in Your Mind präsentiert verschiedene Positionen der zeitgenössischen Kunst zum Thema Narrativität. Sie fokussiert die Interaktion zwischen Betrachter und Kunstwerk: Welche medialen und inhaltlichen Werk-Merkmale inspirieren die Vorstellungskraft des Rezipienten? Welche künstlerischen Strategien entfalten eine erzählerische Wirkung? Narrative Elemente kennzeichnen eine Vielzahl von Werken der zeitgenössischen Kunstproduktion. Dabei erfolgt ihre Verwendung nicht zwangsläufig im Hinblick auf die Darstellung einer in sich abgeschlossenen Geschichte, wie etwa bei einem Spielfilm. Vielmehr werden fragmentarisch Strukturen geschaffen, die einen freien künstlerischen Umgang ermöglichen.


In Form von Impulsen kann man sie als Stimuli beschreiben, die beim Betrachter einen Imaginationsprozess auslösen. In welchem Ausmaß der Betrachter ein Kunstwerk als narrativ empfindet oder nicht, steht grundsätzlich im Zusammenhang mit seiner kulturellen Konditionierung und ist immer auch subjektiv. Somit hängt die erzählerische Wirkung nicht allein von der künstlerischen Intention ab, sondern gleichermaßen von dem Rezipienten, der sich beispielsweise durch Erinnerungsprozesse, Phantasie oder Emotionalisierung auf die angebotenen Impulse einlässt. 



13. Mai – 28. Mai 2017

 

Bahnwärterhaus:

Alberto Zamora Ruiz – it's happening!

 

Eröffnung: Freitag, 12. Mai, 19 Uhr

 

 

 


In den vergangenen Wochen wurde die Funktion des Bahnwärterhauses erweitert. Eine Etage stand dem Maler Alberto Zamora Ruiz als temporäres Atelier zur Verfügung. In der Ausstellung „it’s happening“

präsentiert er nun Ergebnisse aus dem Zeitraum, ergänzt um weitere Arbeiten. Alberto Zamora Ruiz beschäftigt sich in seiner Malerei mit Phänomenen in den Grauzonen des Internets. Auf Kanälen wie Facebook, Youtube, 4chan oder reddit verfolgt der Künstler die Entstehung einer immer komplexeren Internetkultur, die Trends und Verhaltensweisen der Nutzer mit neuen Fachbegriffen benennt und eine eigene Sprache entwickelt hat.

 

 


Unter dem Begriff „Battlestations“ beispielsweise findet man im Internet zahlreiche Fotografien von heimischen Computerplätzen. Der Begriff bezeichnete dabei zunächst die Computerplätze der Gamer, die ihre Computerausrüstung tatsächlich zum „Kämpfen“ verwenden. Inzwischen steht der Begriff allgemein für den Aufbau von Computer, Monitor und Zubehör. Internetuser zelebrieren ihre Hardware als Tor in virtuelle Welten. Alberto Zamora Ruiz dokumentiert diese Plätze zwischen grell leuchtender digitaler Verheißung aus Computerlicht und einsamer Tristesse zwischen Kabeln.



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