14. Februar – 25. April 2021

 

Freezing Point – Kunst unter Null Grad Celsius

 

Eröffnung: Sonntag, 14. Februar 2021, 11 Uhr

 

Valentino Biagio Berndt und Marlon Lanziner, Marja Helander, Anastasia Mityukova, Carsten Nicolai, Emma Stibbon, Fridolin Walcher, Jun Yang und Weitere


Mit der Unterschreitung der Temperaturgrenze Null Grad Celsius wandelt sich Wasser vom flüssigen Zustand zu einer festen Form von Eis oder Schnee. Es handelt sich simpel um den Lauf der Natur. Dennoch ist gefrorenes Wasser in all seinen Facetten zugleich ein faszinierendes Phänomen mit dem Potential in den Bann zu ziehen. Seit Jahrhunderten haben Darstellungen von Eis und Schnee auch ihren festen Platz in der Bildenden Kunst. Die Gruppenausstellung soll zeitgenössische Positionen zum Thema versammeln.

 

Vom wissenschaftlichen Aggregatzustand zur romantischen Sehnsuchtslandschaft über Naturgewalt und Abenteuerexpedition bis zur Geschichte des Speiseeises entfaltet sich eine Bandbreite von Themen, die in den präsentierten Werken zur Verhandlung stehen. Allerdings erhält das Thema unter dem Aspekt des Klimawandels und der immer deutlicher werdenden Abhängigkeit der Welt vom schwindenden Eis an den Erdpolen, ein neues Gewicht.

 

Die präsentierten Arbeiten sollen die Faszination und besondere Ästhetik von Eis und Schnee nahebringen. Darüber hinaus soll das Bewusstsein für ein schwindendes Phänomen geschärft werden, das symbolisch und tatsächlich Schlüssel ist, um das Thema Klimawandel greifbar werden zu lassen.


Als Auftakt zur Gruppenausstellung wird bereits am 24. November 2020 in einer ersten Aktion unter dem Titel „Das Eis der Kaisers von China“ im Merkelpark ein ein Kubikmeter großer Eisblock vergraben.

Der 1.000 Liter Eisblock wird in einer Holzkiste verpackt und mit Stroh isoliert im Boden versenkt und mit Erde verdeckt. Im Frühjahr 2021 soll der Eisblock im Rahmen eines Frühlingsfestes wieder ausgegraben werden. Die Eingrabung wird mit einer Videodokumentation und Berichten auf den Social-Media Kanälen begleitet.

 

Es handelt sich um eine vom österreichisch-chinesischen Künstler Jun Yang initiierte Aktion. Sie geht von dem Mythos aus, dass Marco Polo von seinen Reisen nach China das Wissen um die Herstellung von Eis zum Verzehr und dessen Erhalt bis in den Sommer hinein nach Europa mitgebracht hat.

 

Kuratorin: Anka Wenzel


Fridolin Walcher, Bifertengletscher Glarner Alpen Schweiz, 2011Valentino Biagio Berndt & Marlon Lanziner, Neuproduktion, 2020Carsten Nicolai, snow noise, 2001

16. Mai 2021 – 15. August 2021

 

Api étoile – ein wachsendes Archiv

 

Forschungsbeginn: 1. April 2020

Eröffnung: Sonntag, 16. Mai 2021, 11 Uhr


Api étoile – ein wachsendes Archiv setzt den Fokus auf Nutzpflanzen. Über Kontinente hinweg werden Samen und Erfahrungsberichte bezüglich ihres Anbaus gesammelt. Nach einer mehrmonatigen Reise- und Forschungsphase werden die Samen dann interessierten Freizeitgärtner*innen überlassen, um daraus einjährige Planzen zu ziehen. Diese werden dann im Folgejahr neben Zeichnungen, Aquarellen und Video-Arbeiten als Jährlinge im Lichthof der Villa Merkel ausgestellt. Sie formen einen opulenten, beginnenden Nutzgarten neuer Prägung. Dieser entwirft wie nebenbei einen Kontrast zu dem die Villa Merkel umgebenden, nach dem Vorbild englischer Landschaftsgärten angelegten Park und seiner anthropomorph überformten Natur. Nachdem die Pflanzen dieses Nutzgartens dann ihrerseits neue Samen produziert haben, werden diese durch die am Projekt beteiligten Gärtnerinnen und Gärtner dem wachsenden Archiv zugeführt.


Auf diese Weise vergrößert sichdasArchiv stetig, wird in erweiterter Form über die zweijährige Pilotphase hinaus fortgeführt werden. Auf den verschiedensten Ebenen lagert sich Erfahrung und Wissen an.

 

 

Mit freundlicher Unterstützung vom

 

 

 

Gesellschaftlicher Zusammenhalt – Förderung von künstlerischen und kulturellen Projekten