Aktueller Hinweis

 

Aufgrund der gültigen Coronaverordnung ist die Villa Merkel auf nicht absehbare Zeit geschlossen.

Tagesaktuelle Änderungen finden Sie auf unserer Homepage.


16. Mai 2021 – 15. August 2021

 

 

Gabriela Oberkofler –
Api étoilé / Ein wachsendes Archiv

 

Forschungsbeginn: 1. April 2020

Eröffnung: Sonntag, 16. Mai 2021, 11 Uhr


Api étoilé – ein wachsendes Archiv setzt den Fokus auf Nutzpflanzen. Über Kontinente hinweg werden Samen und Erfahrungsberichte bezüglich ihres Anbaus gesammelt. Nach einer mehrmonatigen Reise- und Forschungsphase werden die Samen dann interessierten Freizeitgärtner*innen überlassen, um daraus einjährige Pflanzen zu ziehen. Diese werden dann im Folgejahr neben Zeichnungen, Aquarellen und Video-Arbeiten als Jährlinge im Lichthof der Villa Merkel ausgestellt. Sie formen einen opulenten, beginnenden Nutzgarten neuer Prägung. Dieser entwirft wie nebenbei einen Kontrast zu dem die Villa Merkel umgebenden, nach dem Vorbild englischer Landschaftsgärten angelegten Park und seiner anthropomorph überformten Natur. Nachdem die Pflanzen dieses Nutzgartens dann ihrerseits neue Samen produziert haben, werden diese durch die am Projekt beteiligten Gärtnerinnen und Gärtner dem wachsenden Archiv zugeführt. Auf diese Weise vergrößert sich

dasArchiv stetig, wird in erweiterter Form über die zweijährige Pilotphase hinaus fortgeführt werden. Auf den verschiedensten Ebenen lagert sich Erfahrung und Wissen an.


Dank für das Vertrauen und die Bereitschaft zur Kooperation geht an die institutionellen Partner im Projekt, an das Freilichtmuseum Beuren und das Kunsthaus Dresden, das die Ausstellung nach ihren Auftritten in Esslingen und Beuren in modifizierter Form weiterführen und die Forschungsarbeit der Künstlerin auch künftig unterstützen wird. Da derzeit ein Ausstellungsbesuch nicht möglich ist, starten am 16. Mai erste netzbasierte Formate zum Projekt. Das digitale Angebot auf der Projekthomepage wird stetig erweitert.

 

Kunscht! Beitrag:

https://www.swr.de/swr2/kunst-und-ausstellung/atelierbesuch-gabriela-oberkofler-im-kunstverein-wagenhalle-100.html

 

Mit freundlicher Unterstützung vom

 

 

 

Gesellschaftlicher Zusammenhalt – Förderung von künstlerischen und kulturellen Projekten



Seit Februar 2019

 

BELLE & APHRODITE

Augmented Reality

von Barbara Herold


In der App BELLE & APHRODITE für Smartphone oder Tablet wird eine begehbare audio-visuelle Metamorphose von virtuellen Pflanzen erfahrbar.

 

Die 3D-Pflanze BELLE erstreckt sich über den gesamten Merkelpark. Als interaktive Formenwolke führt sie die Besucher_innen anhand von Standort- und Bewegungsdaten zu einer virtuellen Rose in Zentrum des Parks.

APHRODITE ist für den Lichthof der Villa Merkel konzipiert. Die 3D-Installation entfaltet sich im wiederkehrenden audio-visuellen Loop zu einer Phalaenopsis, einer gängigen Orchideen-Zuchtpflanze. APHRODITE kann aus allen Perspektiven betrachtet werden und spielt mit der Erfahrung von Abstraktion, Größenverhältnissen, Nähe und Distanz in der Überlagerung von Simulationsraum und echtem Raum.


Barbara Herold (*1977) befasst sich mit der medialen Gestaltung von Realität. Sie untersucht Strukturen & Phänomene, die sich durch den Einfluss von Medientechnologie auf die Gesellschaft etabliert haben und entwickelt anhand gängiger Gestaltungspraktiken wie Computation und Algorithmen eigene Systeme. Ihre Arbeiten entstehen im Spannungsfeld von analoger und digitaler Technik.

 

BELLE & APHRODITE entstand im Auftrag der Villa Merkel als “Kunst im Freien 2018” für den Merkelpark der Stadt Esslingen. Konzept & Idee: Barbara Herold, Klangkomposition: Kim_Twiddle, Code: Frank Groh, Mastering/Concept für 3D-Audio Separation: Simon Kummer 

 

Download App BELLE - APHRODITE

App Store & Google Play Store


Barbara Herold BELLE & APHRODITE, Seit Februar 2019

Seit 18. Mai 2014

 

Lois Weinberger – Mobiler Garten


Der »Mobile Garten« des östereichischen Künstlers und Documenta-Teilnehmers Lois Weinberger ist vor dem Wintergarten der Villa Merkel eingerichtet und verbleibt dort auf längere Zeit. Er kontrastiert in seiner Wildheit den umgebenden Merkelpark, dessen gepflegte Anlage an englische Landschaftsgärten erinnert.

Ein geformtes Feld aus gelben, mit Substrat befüllten Kunststoffkübeln wird den freien Kräften der Natur überlassen. In spontaner Besiedlung greifen mit der Zeit Pionier- und Ruderalpflanzen Raum. Natur entfaltet sich entsprechend ihrer eigengesetzlichen Dynamik und in geradezu paradiesischer, da freier Weise. Ein Garten Eden hat sich etabliert. Mit den Jahren begann dieser natürliche Prozess einer Besiedlung umzuschlagen in eine Form des Vergehens:


Nach und nach bleichen die Kübel aus, zersetzen sich. Die Kunststoffpartikel vermengen sich mit dem Substrat und den Pflanzen und nach Dekaden sollten Niederschläge die Standfläche wohl wieder sauber gespült haben.

Der Garten ist eine essentielle Form der Auseinandersetzung mit Natur. Wir kennen Gartenanlagen, die auf Erträge zielen und gleichermaßen solche, die angelegt sind als Glück stiftende Orte der Kontemplation. Dem Paradies gegenüber stehen etwa der Nutzgarten, der barocke Lustgarten oder als eine Oase in der Stadt der Volksgarten – in Esslingen namentlich die Maille und der Merkelpark.


Lois Weinberger wässert den 'Mobilen Garten (2014)', Foto: Daniela WolfLois Weinberger, Mobiler Garten, 2014Lois Weinberger, Mobiler Garten, 2014 (Foto 2018)