Aktueller Hinweis

 

Am 8. Mai hat die Villa Merkel, Galerie der Stadt Esslingen, ihren Ausstellungsbetrieb mit coronabedingten Einschränkungen wieder aufgenommen.

Bitte beachten Sie, dass wir die Daten unserer Besucher erfassen müssen.

Den Erfassungbogen erhalten Sie beim Besuch, Sie können sich diesen aber auch mit folgendem Link downloaden:

 

Download_Erfassungsbogen

 

 

 

 


20. September – 15. November 2020

 

Unter Beobachtung

im Rahmen des Festivals der KulturRegion Stuttgart 2020 „Unter Beobachtung. Kunst des Rückzugs“ vom 25. September bis 18. Oktober 2020

 

Mit Dries Depoorter, Heather Dewey-Hagborg, Verena Friedrich, Esther Hovers,Gregor Kuschmirz, Marc Lee, TOAST, Alex Verhaest und Christiaan Zwanikken

 

Eröffnung: Sonntag, 20. September 2020, 11 Uhr


Mit jedem Klick im Internet, jeder Benutzung des Smartphones und bei jedem Einkauf hinterlassen wir bekanntlich Spuren; veröffentlichen damit Informationen über uns selbst. In den sogenannten Sozialen Medien wird oft bedenkenlos Privates öffentlich gemacht. Überwachungssysteme erfahren immer avanciertere Techniken der Datenspeicherung und Gesichtserkennung, womit die lückenlose Überwachung der Bürgerschaft in greifbare Nähe rückt, wie bereits Pilotprojekte aufzeigen, die in letzter Konsequenz zu „Sozialkreditsystemen“ führen, in denen die Bürger als Komplizen ihrer eigenen Überwachung fungieren.


Nicht zu vergessen die Möglichkeiten der genetischen Manipulation mit ihren Eingriffen in den Körper, die nicht nur positive Aspekte evoziert. Wo also gibt es noch Rückzugsorte, um sich als Individuum zu schützen und zu behaupten? Wo sind die Refugien, Reservate, Idyllen oder Oasen, in denen wir Zuflucht finden, wenigstens für eine Weile ohne mediale Bedrängnis? Können Orte der Kunst und Kultur solche Reservate sein?

 

Mit freundlicher Unterstützung der ZukunftsStiftung Heinz Weiler und des Königreichs der Niederlande.

 

 

Kunscht! - Kultur im Südwesten



Fragen an Bürgermeister Yalcin Bayraktar

16. August 2020 – 15. November 2020

 

Hoël Duret – low

 

Start: Sonntag, 16. August 2020, 11 Uhr

 

Die Eintrittskarte berechtigt auch zum weiteren freien Besuch der Ausstellung Unter Beobachtung. Kunst des Rückzugs,

die ab dem 20. September im Obergeschoss der Villa Merkel beginnt.

 


Hoël Duret verwandelt mit seiner low betitelten Ausstellung die als Lichthof konzipierte, zweigeschossige Eingangshalle der Villa Merkel in einen fantastisch anmutenden, atmenden Organismus – in eine Art Scheinlandschaft, in einen Garten einer posttechnologischen Welt. Dieses Setting wird eingefasst durch einen Parcours aus neuen Arbeiten, die in den um die Eingangshalle liegenden Räumen des Erdgeschosses präsentiert werden, seien dies Videos, futuristische Glasobjekte oder sandgestrahlte Geister. Letztere verbildlichen die Gedanken der Pflanzen in der Luft. Deshalb sind sie Geister: Sie umgeben uns, aber wir können sie nicht sehen. Ihre Gestalt bezieht sich auf mikroskopische Bilder und ist zugleich überlagert durch eine modernistische Ästhetik.


Hoël Durets künstlerische Praxis vereint fiktive Geschichten mit realen Ereignissen. Sie formt sich im Zusammenspiel verschiedenster Medien. In einer Bildsprache, die sich auf Science Fiction, die New-Age-Bewegung, das postapokalyptische Kino oder auch die Utopien der Moderne stützt, untersucht Hoël Duret insbesondere vor dem Hintergrund einer fortschreitenden Digitalisierung die Beziehungen zwischen Natur und Technologie. Er entwirft ein kritisches Gegenbild zur Vorstellung vom digitalen Zeitalter als einem kohärenten Moment der Menschheit und macht deutlich, dass ein solcher nur zum Preis einer Maskierung von Vielfalt zu konstatieren sei.

 

Beitrag des SWR2: Katastrophe in den Arkadien

 

 

SWR_Kunscht!

 

 

 

 

Mit freundlicher Unterstützung von

 

 

 


Hoël Duret, NFT pH<7 logique, 2020Hoël Duret, NFT pH<7 logique, 2020Hoël Duret, NFT pH<7 logique, 2020Hoël Duret, NFT pH<7 logique, 2020

Seit Februar 2019

 

BELLE & APHRODITE

Augmented Reality

von Barbara Herold


In der App BELLE & APHRODITE für Smartphone oder Tablet wird eine begehbare audio-visuelle Metamorphose von virtuellen Pflanzen erfahrbar.

 

Die 3D-Pflanze BELLE erstreckt sich über den gesamten Merkelpark. Als interaktive Formenwolke führt sie die Besucher_innen anhand von Standort- und Bewegungsdaten zu einer virtuellen Rose in Zentrum des Parks.

APHRODITE ist für den Lichthof der Villa Merkel konzipiert. Die 3D-Installation entfaltet sich im wiederkehrenden audio-visuellen Loop zu einer Phalaenopsis, einer gängigen Orchideen-Zuchtpflanze. APHRODITE kann aus allen Perspektiven betrachtet werden und spielt mit der Erfahrung von Abstraktion, Größenverhältnissen, Nähe und Distanz in der Überlagerung von Simulationsraum und echtem Raum.


Barbara Herold (*1977) befasst sich mit der medialen Gestaltung von Realität. Sie untersucht Strukturen & Phänomene, die sich durch den Einfluss von Medientechnologie auf die Gesellschaft etabliert haben und entwickelt anhand gängiger Gestaltungspraktiken wie Computation und Algorithmen eigene Systeme. Ihre Arbeiten entstehen im Spannungsfeld von analoger und digitaler Technik.

 

BELLE & APHRODITE entstand im Auftrag der Villa Merkel als “Kunst im Freien 2018” für den Merkelpark der Stadt Esslingen. Konzept & Idee: Barbara Herold, Klangkomposition: Kim_Twiddle, Code: Frank Groh, Mastering/Concept für 3D-Audio Separation: Simon Kummer 

 

Download App BELLE - APHRODITE

App Store & Google Play Store


Barbara Herold BELLE & APHRODITE, Seit Februar 2019

Seit 18. Mai 2014

 

Lois Weinberger – Mobiler Garten


Der »Mobile Garten« des östereichischen Künstlers und Documenta-Teilnehmers Lois Weinberger ist vor dem Wintergarten der Villa Merkel eingerichtet und verbleibt dort auf längere Zeit. Er kontrastiert in seiner Wildheit den umgebenden Merkelpark, dessen gepflegte Anlage an englische Landschaftsgärten erinnert.

Ein geformtes Feld aus gelben, mit Substrat befüllten Kunststoffkübeln wird den freien Kräften der Natur überlassen. In spontaner Besiedlung greifen mit der Zeit Pionier- und Ruderalpflanzen Raum. Natur entfaltet sich entsprechend ihrer eigengesetzlichen Dynamik und in geradezu paradiesischer, da freier Weise. Ein Garten Eden hat sich etabliert. Mit den Jahren begann dieser natürliche Prozess einer Besiedlung umzuschlagen in eine Form des Vergehens:


Nach und nach bleichen die Kübel aus, zersetzen sich. Die Kunststoffpartikel vermengen sich mit dem Substrat und den Pflanzen und nach Dekaden sollten Niederschläge die Standfläche wohl wieder sauber gespült haben.

Der Garten ist eine essentielle Form der Auseinandersetzung mit Natur. Wir kennen Gartenanlagen, die auf Erträge zielen und gleichermaßen solche, die angelegt sind als Glück stiftende Orte der Kontemplation. Dem Paradies gegenüber stehen etwa der Nutzgarten, der barocke Lustgarten oder als eine Oase in der Stadt der Volksgarten – in Esslingen namentlich die Maille und der Merkelpark.


Lois Weinberger wässert den 'Mobilen Garten (2014)', Foto: Daniela WolfLois Weinberger, Mobiler Garten, 2014Lois Weinberger, Mobiler Garten, 2014 (Foto 2018)