18. Dezember 2016 – 26. Februar 2017

 

Dicker als Wasser. Konzepte des Familiären in der zeitgenössischen Kunst

 

Eröffnung: Sonntag, 18. Dezember, 11 Uhr

 

 


Familie muss angesichts sich wandelnder Realitäten neu gedacht werden. Kritik an starren Rollenbildern und patriarchaler Macht ist spätestens mit der 68er-Bewegung im gesellschaftlichen Mainstream angekommen. Doch sobald es darum geht, zu definieren, was eine Familie ist, erhält das Thema neue Sprengkraft. Was macht den Kern einer Familie aus? Die gesellschaftlichen Debatten darum sind neben Werte- und Generationenkonflikten zunehmend von der Entwicklung neuer Technologien wie der künstlichen Befruchtung oder Leihmutterschaft sowie alternativer Lebensentwürfe geprägt.


Statt sich biologisch zu legitimieren, kann Familie auch als Herstellungsprozess, als doing family, bezeichnet werden. Wechselseitig beeinflussen sich somit Entwicklungen von Lebensgemeinschaften und Gesellschaft und führen zu der Frage, ob der Begriff Familie individuell ausgedeutet und mit allen möglichen Formen des Zusammenlebens gefüllt werden kann. So sind Familienangelegenheiten eben nicht nur privater, sondern auch politischer Natur. Sie sind Ausdruck von Sozialstrukturen im Wandel und unterschiedlicher Vorstellungen von Familie.



 

4. November – 13. November 2016

 

PRACTICE PROCESS PROGRESS.

 

Ausstellung des Weißenhof-Programm (Meisterschüler) der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart

 

 

Eröffnung: Donnerstag, 3. November, 19 Uhr

 

 


Ein Projekt zum Dazwischen – zwischen Studium und freier künstlerischer Praxis. Zwischen „behütender“ Hochschule und freier Wildbahn – junge Künstlerinnen und Künstler zeigen Projekte und Werke, Fotografien, Bilder und Videos, zu Beginn ihrer Karriere.

 


Die Absolventen des ersten Jahrgangs des Meisterschülerprogramms an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart stellen Projekte, Prozesse und Ergebnisse in einer Ausstellung und in begleitenden Veranstaltungen zur Diskussion.



25. Mai 2016 – 21. August 2016

 

GOOD SPACE
politische, ästhetische und urbane Räume

 

Eröffnung: Mittwoch, 25. Mai, 19 Uhr

Besuchen Sie den Projekt-Webspace: goodspace.villa-merkel.de



25. Mai – 21. August 2016

 

EVERYTHING IS ARCHITECTURE:
Bau Magazine from the 60s and 70s

 

Eröffnung: Mittwoch, 25. Mai, 19 Uhr

 


Die Ausstellung EVERYTHING IS ARCHITECTURE: Bau Magazine from the 60s and 70s wurde zunächst für das ICA, London, durch Juliette Desorgues kuratiert und hat nun ihren Gastauftritt in der Esslinger Villa Merkel. Die Ausstellung konzentriert sich auf das österreichische Architekturmagazin Bau: Zeitschrift für Architektur und Städtebau. Ursprünglich mit Der Bau betitelt, wurde das Magazin von der Zentralvereinigung der ArchitektInnen Österreichs verlegt und 1925 veröffentlicht als Fachzeitschrift. Von 1965 – 1970 wurde die Redaktion von einer Gruppe wegweisender österreichischer Künstler und Architekten übernommen: Sokratis Dimitriou, Günther Feuerstein, Hans Hollein, Oswald Oberhuber, Gustav Peichl und Walter Pichler.
 


Das Magazin präsentierte auch die radikalen Werke einer jungen Generation österreichischer Architekten wie COOP HIMMELB(L)AU und Haus-Rucker-Co und bot, mit der Veröffentlichung der Arbeiten der Londoner Architekturgruppe Archigram und der amerikanischen Architekten und Künstler Buckminster Fuller und Claes Oldenburg, eine Türe zu der großen, internationalen Architektur- und Kunstszene der Zeit.

 

Weitere Informationen finden Sie ebenfalls hier:
goodspace.villa-merkel.de

 

Zu den Seiten des ICA klicken Sie hier!



6. März – 17. April 2016

 

Bahnwärterhaus:

 

BEWEGUNG AUGE KOPF HAND 2016

Mathieu Bessey, Peter Chevalier, Tobias Diehm, Fabian Fobbe, Markus Heller, Adam Henry, Steffen Kugel, Sascha Patzig, Lars Rasmussen, Christian Rothmaler und Sarah Verbeek

 

Eröffnung: Sonntag, 6. März, 11 Uhr

 

 


Elf internationale Künstler zeigen in der Gruppenausstellung neue Positionen zur zeitgenössischen Malerei. Die unterschiedlichen stilistischen Ansätze der Künstler verbinden sich in dem Glauben an die unendliche schöpferische Vielfalt des Mediums Malerei und die daraus entstehende frische Motivation für formale Möglichkeiten.


Die Freiheits- und Phantasiebegabungen der Künstler, verknüpfen sich mit einem tiefen Verständnis für Komposition, Farbe und Form. Trotz der formalen Unterschiede sickert/destilliert sich ein gemeinsamer ironisch-mystischer Seelensirup aus den gezeigten Werken, der den Kit, die homogene Verbindungsknetmasse, der Ausstellung bildet.



 

14. Februar – 24. April 2016

 

Willie Doherty

Home

 

Eröffnung: Sonntag, 14. Februar, 11 Uhr

 

 


Die Ausstellung zeigt neben den jüngsten Videos „The Amnesiac" (2014), „Remains" (2013) und „Buried" (2009) eine eigens neu produzierte Videoarbeit, die in der Villa Merkel zum ersten Mal präsentiert wird. Ebenso wird eine Auswahl fotografischer Arbeiten der jüngeren Vergangenheit durch eine Reihe neuer Werke ergänzt. Auch diese jüngsten Arbeiten führen Dohertys Reflexionen in Videos und Fotografien über die sich verändernde politische Landschaft Nordirlands fort.

 


Doherty untersucht die Grenzen zwischen Gegenwart und Vergangenheit, zwischen Realität und Erinnerung. Seine Verwendung der Kamera zeichnet ein Interesse für Überwachungstechnologien ebenso aus wie ein Interesse an der Tradition der romantischen Landschaft. Die Aufmerksamkeit springt von Tag zu Nacht und von urbanen zu natürlichen Lebensräumen, vom Panorama zur Nahaufnahme. Die Kamera scheint vom Pfad abzuweichen. Sie führt in Sackgassen oder in gefangene Räume.



23. Januar 2016 – 28. Februar 2016 

 

Bahnwärterhaus:

Under Construction II

 

Eröffnung: Freitag, 22. Januar, 19 Uhr

  

Dave Bopp, Tilman Brandmeier, Benjamin Gräbner, Timo Sacher, Hanna Schwaderer, Martin Schweikert, Min-Seob Ji, Nigatu Tsehay Molla, Daniela Wolf

 

 


Under Construction ist eine zweiteilige Ausstellungsreihe, die das Bahnwärterhaus als Plattform für junge, internationale Künstler nutzt. Der Titel  steht für einen nicht abgeschlossenen Prozess. Die Arbeiten sind offene Konstruktionen, die weiter fortführbar sind. Neun Positionen werden vorgestellt. Ein besonderer Fokus liegt in diesem Teil auf aktuellen Tendenzen der Malerei. Mit Dave Bopp, Timo Sacher, Nigatu Tsehay Molla und Martin Schweikert sind vier Malerpositionen in der Ausstellung vertreten. Wie selbstverständlich fließen digitalisierte Elemente, Filmbezüge oder Graffititechniken in ihre Malereien ein. So sind beispielsweise die Malereien des Schweizers Dave Bopp in Schichten angelegt, welche sich gegenseitig kommentieren, paraphrasieren und weiterschreiben.


Die kleinen, organischen, abstrakten Formen treten zueinander in Beziehung. Die am Computer generierten Formen werden in mehreren Schichten und mit diversen Techniken auf den Bildträger aufgetragen. Diese „Sampletechnik“ eröffnet vielfältige Referenzen auf mehreren Ebenen - so zum Beispiel zu Remixtechniken in der Musik. Timo Sacher dagegen realisiert mit einem reliefartigen Bildträger aus Gips ein räumliches Farberlebnis aus gesprühter Farbe. Die figürliche Malerei von Nigatu Tsehay Molla ist unter anderem vom Film beeinflusst. Anders als im Film handelt es sich jedoch nicht um klare Kameraperspektiven. In einer Kollision unterschiedlicher Blickwinkel verzerren sich die Figuren.



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