8. März – 7. Juni 2026
Eröffnung: Samstag, 7. März, 17 Uhr
Ivana de Vivanco
Wie klingt das Weinen einer Schlange?
Die Villa Merkel richtet die erste museale Einzelausstellung der chilenisch-peruanischen Künstlerin Ivana de Vivanco (*1989 in Lissabon, lebt und arbeitet in Berlin) aus. In ihren Arbeiten beschäftigt sie sich mit dem postkolonialen Erbe in Chile und Peru, religiösen und kulturellen Praktiken, mythologischen Themen, indigenen Wissensweisen, Sexualität und patriarchalen Machtstrukturen. Sie verbindet Malerei, Video und Skulptur mit theatralen Elementen, um historische Forschung und Fiktion zu vereinen. Die Präsentation in der Villa Merkel setzt sich mit der einzigartigen Landschaft der Atacama-Wüste, dem Lithiumabbau und der Lebenssituation vor Ort auseinander. Hierfür nutzt sie die Figur der Schlange als Leitmotiv, deutet es aus mythologischer, religiöser und bildhistorischer Tradition um und erweitert es spekulativ.
Das Begleitheft zur Ausstellung gibt es zum Download hier.
Ivana de Vivanco, o.T. (Ausschnitt), 2025 © Uwe Walter, Courtesy of the artist
Ivana de Vivanco auf der Berlin Art Week
Nach ihrer Einzelausstellung „Wie klingt das Weinen einer Schlange?“ in der Villa Merkel ist Ivana de Vivanco auch im Rahmen der Berlin Art Week 2026 präsent. Damit setzt sich die Sichtbarkeit der chilenisch-peruanischen Künstlerin fort, deren vielschichtige Arbeiten Fragen nach kolonialen Kontinuitäten, Ressourcenausbeutung und unserem Verhältnis zur Natur verhandeln.
8. März – 7. Juni 2026
Eröffnung: Samstag, 7. März, 17 Uhr
Anti Heroes
Jakob Collection x Grischa Hyazinth Kaczmarek
Bereits als Jugendlicher fand der Kunstsammler Lukas Jakob (*1998 in Freiburg im Breisgau; lebt und arbeitet dort) in der Bildenden Kunst Identifikation und Inspiration für seine eigene Weltsicht. Werke aus seiner Sammlung setzen diesen persönlichen Zugang zur Kunst in der Ausstellung mit dem Motiv des/der Antiheld:in in Beziehung. Die Ausstellung wirft so einen Blick auf das Sammeln aus der Perspektive der Generation Z. Auf demselben Stockwerk schließt die Präsentation des Bahnwärter Stipendiaten Grischa Kaczmarek in zwei Räumen an. Mit der Sammlung Jakob verbindet ihn auch die Auseinandersetzung mit postheroischer Männlichkeit, queere Identität und Populärkultur.
Das Begleitheft zur Ausstellung gibt es zum Download hier.
Künstler:innen:
Joschua Yesni Arnaut, Fabio Baroli, Miriam Cahn, Boris De Beijer, Neckar Doll, Natacha Donzé, Marina Faust, Evgenij Gottfried, Jasmine Gregory, Katharina Grosse, Constantin Hartenstein, Roni Horn, Rindon Johnson, Aneta Kajzer, Julian-Jakob Kneer, Schirin Kretschmann, Erica Lambertson, Thomas Liu Le Lann, Annette Merkenthaler, Lucas Muñoz Muñoz, Michael Sailstorfer, Tobias Spichtig, Gabriella Torres-Ferrer, Raphaela Vogel, Jaime Welsh, Karla Zipfel
Co-Kurator: Lukas Jakob

Jaime Welsh „The Ambassadors Suite (revisited)“ 2022 © Jakob Collection
10. Juli – 4. Oktober 2026
Eröffnung: Donnerstag, 9. Juli, 19 Uhr
Julia Steiner: RAUM HALTEN. HOLDING SPACE
Die Schweizer Künstlerin Julia Steiner bespielt mit ihrer Ausstellung „Raum Halten – Holding Space“ das Erdgeschoss der Villa Merkel. In Zeichnungen, Videos und skulpturalen Arbeiten setzt sie sich mit Vergänglichkeit, Erinnerung und der Verbindung zwischen Menschen und Natur auseinander. Viele Werke entstehen ortsbezogen oder werden speziell an den Raum angepasst. Dabei kreisen sie um Gegensätze wie Präsenz und Absenz, Fülle und Leere sowie Festhalten und Loslassen. Im Lichthof treten Steiners Arbeiten zudem in einen spannungsvollen Dialog mit den Positionen von Olaf Holzapfel und Raul Walch, die das Obergeschoss der Villa Merkel bespielen.
Die Ausstellung wird gefördert durch die Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen, das Kanton Basel-Landschaft, den Kunstkredit Basel-Stadt und Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia.
Das Begleitheft zur Ausstellung gibt es zum Download hier.
10. Juli – 4. Oktober 2026
Eröffnung: Donnerstag, 9. Juli, 19 Uhr
Olaf Holzapfel x Raul Walch: Ideale Formen und roher Stoff
Die Ausstellung „Ideale Formen und roher Stoff“ von Olaf Holzapfel und Raul Walch setzt sich mit Fragen nach Architektur, Material und gemeinschaftlichem Leben auseinander. Ausgangspunkt sind historische und zeitgenössische Vorstellungen von Bauen als offenem, wandelbarem Prozess. Inspiriert von textilen Strukturen, Fachwerkarchitektur und organischen Bauweisen entstehen begehbare Räume aus Weidengeflechten, Lehm, Denimstoffen und beweglichen Elementen.
Die Ausstellung verbindet architektonische, handwerkliche und ökologische Fragestellungen und lädt dazu ein, Raum nicht als starre Form, sondern als lebendige Struktur in ständiger Veränderung zu begreifen.
Das Begleitheft zur Ausstellung gibt es zum Download hier.







